Deutscher Kindergarten Jürgensgaard - Deutscher Kindergarten Margrethenweg

Kinderperspektive

Wie ist es gerade in unserem Kindergarten Kind zu sein? Ist eine zentrale Frage, um die Perspektive der Kinder zu verstehen. Das gibt uns wichtige Hinweise darauf, wie wir beispielsweise den Bildungsraum einrichten und gestalten sollen. Jeder pädagogische Zusammenhang nimmt seinen Ausgangspunkt in der Perspektive der Kinder, darin was diese benötigen und welche Interessen sie haben.

Das setzen wir um:

indem wir durch strukturierte Evaluation der pädagogischen Praxis unseren Blick für die Kinderperspektive schärfen

indem wir alle Bildungsräume, drinnen und draußen, einmal im Jahr inspiriert nach einer Raumanalyse aus dem FEX Programm analysieren. Hier zeichnen wir eine Karte vom Kindergarten und dem Außenbereich, die anzeigt, wie die Kinder die Lernumfelde nutzen. Dies gibt uns beispielsweise einen Überblick darüber, an welchen Orten häufiger Konflikte entstehen oder ob es Orte gibt, die die Kinder nicht oder nur wenig nutzen.

durch vorbereitete Aktivitäten und Verläufe, die auf unserer täglichen Beobachtung der Kinder und ihren Interessen beruhen

durch den Einbezug der Kinder in die Untersuchung des Bildungsraumes, beispielsweise indem sie Fotos von Situationen oder Gegenständen machen, die Bedeutung für sie haben (Lieblingsspielzeug oder der beste Ort im Kindergarten)

Beispiele: Einige Kinder zeigen großes Interesse dafür, mit Spielzeug Baggern und Spielzeug Lastwagen Erde auszugraben und sie zu transportieren. Wir richten deshalb eine Ecke des Spielplatzes mit der Möglichkeit ein, in der Erde zu buddeln. Mit der Zeit weiten wir die Spielecke aus und legen andere Materialien bereit, wie kleine Steine, Tannenzapfen und Wasser.

Wir beziehen die Kinder mit ein, wenn wir Rückblicke von unseren Aktivitäten erstellen, indem die Kinder ein Plakat gestalten und wir ihre Erzählungen des Erlebten zur Geltung bringen. Das Plakat besteht aus Bildern und Beschreibungen darüber, was im Kindergarten geschehen ist. Der Erwachsene zeigt den Kindern ausgedruckte Bilder und lässt sie auswählen, welche mitkommen. Danach werden sie ausgeschnitten und aufgeklebt. Zum Schluss wird das Plakat in der Garderobe aufgehängt und die Kinder können mit ihren Eltern über die Fotos sprechen.

Fokus im Bildungsraum der 0-3-jährigen Kinder

Das Augenmerk liegt auf der Organisation des Lernumfeldes, der Auswahl der Spielmaterialien und auf der Durchführung von Aktivitäten, so dass Ausgangspunkt das Interesse der Kinder ist sowie das Wissen darüber, was die Kinder gerade benötigen, um Entwicklungsschritte machen zu können. Genauso fragen wir die Eltern, welche Interessen ihre Kinder zu Hause gerade zeigen und beziehen das in die Planung mit ein. Wenn sich ein Kind beispielsweise eine Zeitlang für Arbeitsmaschinen interessiert, haben wir die Möglichkeit zu einer Baustelle zu gehen und uns in der Bücherei Bilderbücher zum Thema auszuleihen. Diese Initiativen schaffen oftmals ein gemeinsames Interesse in einer Kindergruppe und sind ein guter gemeinsamer Rahmen, um den Wortschatz zu erweitern und ein gemeinsames Verständnis zu erleben. Nachdem wir die Baustelle besucht haben und die Kinder in Bilderbüchern geschaut haben, wollen die Kinder oftmals Bagger und Kran spielen, und sie transportieren gemeinsam Kissen und Spielzeug in Kartons.

Dokumentation und Evaluation

Wir dokumentieren unter anderem Untersuchungen von den Kinderperspektiven mit Fotos, die die Kinder selbst zu einem bestimmten Untersuchungszweck gemacht haben. Darüber hinaus erstellen wir Plakate, die Kinder gemacht haben sowie Kinderinterviews usw. Diese Dokumentationen benutzen wir als Grundlage für die Evaluation unserer pädagogischen Praxis unserer Bildungsräume: Des pädagogischen Lernumfeldes und das psychische, physische und ästhetische Lernumfeld der Kinder.